7 Argumente für nachhaltige Investments

1. Die nachhaltige Kapitalanlage ist risikominimierend

 

Der Klimawandel, aber auch andere ökologische und soziale Entwicklungen haben zunehmende Auswirkungen auf die Wirtschaft. So steht beispielsweise vor dem Hintergrund des Klimawandels in einigen Branchen das aktuelle Geschäftsmodell insgesamt in Frage, etwa bei den Betreibern fossiler Kraftwerke oder den mit Kohleabbau befassten Sektoren. In anderen Branchen werden die heute genutzten Anlagen und Technologien, beispielsweise der fossile Verbrennungsmotor, nicht mehr verwendet werden können, was umfassende Investitionen in neue Technologien erforderlich macht.

Diese Entwicklungen beeinflussen die Geschäfts- und Ertragspotenziale von Unternehmen und damit ihre Bonität, Dividendenfähigkeit und Aktienkursentwicklung. Wer diese Themen im Blick hat, schließt systematisch Risiken für die Kapitalanlage aus.

2. Die nachhaltige Kapitalanlage ist renditefördernd

Die Bewältigung der aktuellen ökologischen und sozialen Herausforderungen – allen voran des Klimawandels, aber auch von Aspekten wie der Vermüllung der Meere oder der umweltverträglichen Gestaltung der Mobilität – erfordert innovative Produkte und Lösungen. Unternehmen, die solche Lösungen anbieten, erschließen sich Vorteile im Wettbewerb und damit Wachstums- und Ertragsmöglichkeiten. Durch die gezielte Identifikation entsprechender Unternehmen eröffnen sich Chancen für die Kapitalanlage.

3. Die nachhaltige Kapitalanlage ist werteorientiert

Für wertebasierte institutionelle Anleger bietet die nachhaltige Kapitalanlage die Möglichkeit, ihre Werte und Ziele auch bei der Kapitalanlage zu berücksichtigen. Im Sinne eines „Schade nicht“-Ansatzes können dabei in einem ersten Schritt Kapitalanlagen ausgeschlossen werden, die den eigenen Werten und Zielen widersprechen. Im Rahmen eines „Impact Investing“ besteht sogar die Möglichkeit, die Werte und Ziele durch die Auswahl entsprechender Kapitalanlagen aktiv zu unterstützen.

4. Die nachhaltige Kapitalanlage ist wirkungsstark

95 % der institutionellen Anleger im deutschsprachigen Raum sind davon überzeugt, dass nachhaltige Kapitalanlagen einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten können – mit gutem Grund: So lässt sich beispielsweise der Klimafußabdruck eines Portfolios durch die Berücksichtigung von Klimakriterien bei der Anlageentscheidung deutlich reduzieren. Und wer eine globale nachhaltige Entwicklung unterstützen will, achtet bei der Auswahl der Unternehmen darauf, welchen Beitrag deren Produkte und Leistungen zur Erreichung der 17 UN Sustainable Development Goals leisten.

5. Die nachhaltige Kapitalanlage ist rechtlich geboten

Institutionen, die eine treuhänderische Verantwortung für das ihnen anvertraute Kapital haben, werden vom Gesetzgeber zunehmend dazu verpflichtet, auch die sozialen und ökologischen Risiken für die Kapitalanlage systematisch zu berücksichtigen. Die Integration entsprechender Kriterien in Anlageprozesse und Risikomanagement erfüllt damit die regulatorischen Anforderungen.

Aber auch für Institutionen, die nicht unmittelbar durch die gesetzlichen Vorgaben betroffen sind, kann es sinnvoll sein, nachhaltige Kriterien systematisch zu berücksichtigen. So schützt die Beachtung dieser Kriterien bei der Kapitalanlage davor, dass Kunden die Institution für Verluste haftbar machen, die auf eine unzureichende Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Entwicklungen zurückzuführen sind.

6. Die nachhaltige Kapitalanlage ist reputationsfördernd

Die Politik und auch die Gesellschaften erwarten, dass Investoren bei der Bewältigung der sozialen und ökologischen Herausforderungen mitarbeiten und ihr Kapital in entsprechende Investitionen lenken – dies zeigt beispielsweise der EU-Aktionsplan zur Förderung nachhaltigen Wachstums. Investoren, die dies aktiv tun und transparent darüber berichten, werden in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen. Dies kann gerade für im Wettbewerb um Kunden oder Spenden stehende Institutionen von Vorteil sein.

7. Die nachhaltige Kapitalanlage ist anziehend

Nachdem sich die Generation der Babyboomer langsam dem Ende ihres Berufslebens nähert, prägen nun die Mitglieder der Generationen X, Y und Z den Arbeitsmarkt. Viele Umfragen zeigen: Ihnen ist besonders wichtig, ob sich ein Arbeitgeber auch um soziale und ökologische Themen kümmert und dadurch einen gesellschaftlichen Beitrag leistet. Institutionen, die dies glaubwürdig belegen können, haben manifeste Vorteile im Wettbewerb um Talente. Bei Instituten, bei denen die Kapitalanlage ein wichtiges Element ihrer Tätigkeit ist, kann die nachhaltige Kapitalanlage hier ein wichtiger Baustein sein.