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Februar 2020

15. Februar 2020
BVI: Nachhaltige Publikumsfonds besonders stark gefragt

Das in Spezial- und Publikumsfonds investierte Vermögen in Deutschland ist 2019 um 15 Prozent gestiegen und erreichte die neue Rekordmarke von 3.398 Milliarden Euro. Dies hat der Branchenverband bei seiner Jahrespressekonferenz bekanntgegeben. Die Absatzliste der offenen Publikumsfonds führen nach Angaben des BVI Immobilienfonds mit 10,7 Mrd. Euro an. An zweiter Stelle stehen Mischfonds mit Zuflüssen von rund 10,5 Mrd. Euro. Aktienfonds verzeichneten einen Zufluss von 4,4 Mrd. Euro. Im Neugeschäft der offenen Publikumsfonds entfallen 7 Mrd. Euro auf Nachhaltigkeitsfonds. Dies entspricht 40 Prozent der Netto-Zuflüsse von Publikumsfonds insgesamt.

Mehr unter: https://www.bvi.de/aktuelles/detail/news/branche-erzielt-neues-rekordvermoegen/

10. Februar 2020
Umfrage: Sustainable Development Goals gewinnen bei institutionellen Investoren an Bedeutung

52 % der institutionellen Investoren in Europa berücksichtigen die Sustainable Development Goals (SDGs) in ihrer Berichterstattung, zwei von drei dieser Investoren haben entsprechende Kriterien bereits in die Anlagestrategie integriert. Sie nutzen die SDGs als Handlungsrahmen und konkrete Hilfestellung bei der Formulierung entsprechender Anlagestrategien und -kriterien, beispielsweise Ausschluss- und Divestmentstrategien. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage der französischen Forschungseinrichtung Novethic unter insgesamt 228 institutionellen Investoren, die alle zu den Unterzeichnern der UN Principles für Responsible Investment zählen. Bei den Investoren, die die SDGs in ihrer Berichterstattung thematisieren, wird besonders häufig das SDG 13 „Klimaschutz“ angesprochen. Auf den weiteren Rängen folgen die Themen „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum (SDG 8), „Nachhaltige Städte und Gemeinden“ (SDG 11) sowie „Gesundheit und Wohlergehen“ (SDG 3).

Mehr: https://www.novethic.com/fileadmin//user_upload/tx_ausynovethicetudes/pdf_complets/Novethic_SDGs_Investing_with_a_purpose_PRI-European-Signatories_web_2019.pdf

06.02.2020
Umfrage: Nachhaltige Kapitalanlagen können eine nachhaltige Entwicklung fördern

Der Frage, inwieweit nachhaltige Kapitalanlagen eine nachhaltige Entwicklung fördern, ist die Investorenvereinigung Corporate Responsibility Interface Center (CRIC) e.V. im Rahmen einer Umfrage nachgegangen. Befragt wurden private und institutionelle Anleger sowie Experten aus Politik, Medien, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Finanzwirtschaft aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. 95 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass nachhaltige Kapitalanlagen grundsätzlich zu einem Transformationsprozess hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft beitragen können. Gleichzeitig äußern aber 30 Prozent der Befragten die Ansicht, dass die nachhaltigen Kapitalanlagen diese Wirkung aktuell nicht voll entfalten können, da die politischen Rahmenbedingungen die weitere Verbreitung entsprechender Anlagen noch zu wenig unterstützen. Die Umfrage unterstreicht das steigende Interesse nachhaltiger Anleger an den konkreten nachhaltigkeitsbezogenen Wirkungen ihrer Kapitalanlagen und an einem entsprechenden Reporting.

Mehr: https://cric-online.org/images/individual_upload/presse/CRIC-Stimmungsbarometer_2019.pdf

Januar 2020

27.01.2020
Umfrage: 85 Prozent der institutionellen Anleger halten Nachhaltigkeit für wichtig

Für 85 Prozent der institutionellen Anleger sind nachhaltige Kriterien bei der Anlageentscheidung wichtig oder sogar sehr wichtig. Dies ergab eine Umfrage des Versicherungskonzerns Aon unter 229 Institutionen aus verschiedenen Industrieländern. Gegenüber dem Vorjahr ist der entsprechende Anteil um 17 Prozentpunkte gestiegen. Den größten Anstieg gab es dabei bei den Pensionskassen. Hatten per Ende 2018 noch 56 Prozent der Befragten aus diesem Bereich die Bedeutung von Nachhaltigkeitskriterien unterstrichen, waren es Ende 2019 bereits 86 Prozent.

Zentrale Gründe für die deutlich gestiegene Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten sind nach Aussage der Befragten zum einen steigende regulatorische Anforderungen, zum anderen die wachsende Überzeugung, dass durch die systematische Berücksichtigung von Risiken wie dem Klimawandel Volatilität und Ausfallrisiken der Kapitalanlagen reduziert werden kann.

20.01.2020
PRI: Neue Leitlinien für Nachhaltigkeit bei institutionellen Investoren

Unter dem Titel "Fiduciary Duty in the 21st Century" hat die internationale Investoreninitiative PRI, der die BayernInvest seit 2011 angehört, neue Leitlinien zur Integration von ESG-Kriterien in die Kapitalanlage institutioneller Investoren veröffentlicht. Seit 2016 war eine Arbeitsgruppe von PRI-Mitgliedern der Frage nachgegangen, inwiefern die Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und auf eine verantwortungsvolle Unternehmensführung bezogenen Kriterien (ESG-Kriterien) der treuhänderischen Verantwortung von institutionellen Anlegern wie beispielsweise Pensionskassen und Versicherung  widerspricht oder eine solche Verantwortung die systematische Berücksichtigung entsprechender Kriterien sogar bedingt. Die Arbeitsgruppe stellt in ihrem Abschlussbericht fest, dass ESG-Kriterien wie der Klimawandel einen materiellen Einfluss auf die Entwicklung der Kapitalanlagen haben können und daher im Hinblick auf die treuhänderische Verantwortung der Investoren bei der Kapitalanlage berücksichtigt werden müssen. Sie regen dabei an, die entsprechende finanzielle Materialität der einzelnen Kriterien stärker als bisher im Blick zu haben.

Mehr unter https://www.unpri.org/download?ac=9792

17.01.2020
Weltwirtschaftsforum: Klimawandel größtes globales Risiko – Unternehmen noch unzureichend vorbereitet

Erstmals in der Historie des Berichts des Weltwirtschaftsforums (WEF) über globale Risiken belegen die Gefahren des Klimawandels und damit verbundene Umweltrisiken die ersten fünf Plätze der wahrscheinlichsten Bedrohungen in den kommenden zehn Jahren. Die Rangliste wird angeführt durch die Risiken von extremen Wetterereignissen wie Überschwemmungen und extremen Dürren, die aktuell in Australien zu den verheerenden Buschbränden führen. Auf Rang zwei der Risiken mit der größten Eintrittswahrscheinlichkeit folgt das Versagen im Kampf gegen den Klimawandel, gefolgt von Naturkatastrophen und der Verlust der Artenvielfalt sowie von Menschen ausgelösten Umweltkatastrophen.

Nach Einschätzung der Autoren des Global Risk Reports 2020 wird der Klimawandel Gesellschaft und Wirtschaft härter und früher treffen als bisher von vielen Akteuren erwartet. Um den größten Risiken aktiv zu begegnen, muss nach ihrer Einschätzung umgehend und umfassend gehandelt werden. Dies gilt auch für die Wirtschaft, der der WEF-Report Defizite im Umgang mit Klimarisiken attestiert. So würden die meisten Unternehmen beispielsweise die physischen Risiken des Klimawandels für ihre Betriebe und die Lieferkette noch erheblich unterschätzen.

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Dezember 2019

11.12.2019
Aktienkurse: Gewinner und Verlierer des Klimawandels bis 2025

Mit Bewertungsverluste von durchschnittlich 3,1 bis 4,5 Prozent durch den Klimawandel und seine politischen Folgen müssen die im MSCI All-Country-World-Index (MSCI ACWI) gelisteten Unternehmen bis 2025 rechnen. Dies entspricht einem Verlust von insgesamt 1,6 bis 2,3 Billionen US-Dollar. Dabei könnten die 100 am negativsten betroffenen Unternehmen aus dem Index bis zu 43 Prozent ihres aktuellen Börsenwertes einbüßen, der Börsenwert der 100 am stärksten profitieren Unternehmen könnte dagegen um mehr als 30 Prozent steigen.

Dies geht aus einer Analyse hervor, die die internationale Investoren-Initiative Principles für Responsible Investment (PRI) veröffentlicht hat. Grund für die Bewertungsänderungen sind nach Einschätzung der PRI verschärfte regulatorische Anforderungen zur Bekämpfung des Klimawandels, beispielsweise ein Verbot des fossilen Verbrennungsmotors oder ein steigender CO2-Preis.

Die Auswirkungen der Klimaschutzpolitik werden die verschiedenen Branchen, aber auch die einzelnen Unternehmen innerhalb der Branchen nach Einschätzung der PRI unterschiedlich stark treffen. Während beispielsweise Automobilhersteller, die die Wende zur E-Mobilität verschlafen, einen massiven Bewertungsverlust befürchten müssen, könnte der Wert der Automobilkonzerne, die am stärksten auf Elektrofahrzeuge setzen, bis 2025 um 108 Prozent steigen. Auch Stromversorger, die auf erneuerbare Energien setzen, könnten ihre Bewertung nach Berechnungen der PRI in den kommenden Jahren verdoppeln (+104 Prozent), während börsennotierte Kohleunternehmen bis 2025 mit Wertverlusten von 44 Prozent, die größten Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor von 32 Prozent rechnen müssen.

Mehr: https://www.unpri.org/inevitable-policy-response/the-inevitable-policy-response-policy-forecasts/4849.article

November 2019

27.11.2019
BayernInvest stärkt Top-Position im Klima-Reporting

Nachhaltige Kapitalanlagen stehen bei institutionellen Investoren weiter im Fokus. Die BayernInvest unterstützt ihre Bestands- und Neukunden bereits seit Anfang 2019 mit ihrem innovativen ESG-Reporting (ESG = Environment, Social, Governance) für alle gemanagten und administrierten Spezial-AIF und Publikumsfonds. Es zeigt Nachhaltigkeitsaspekte und die Wirkung von Investments transparent auf und bildet so die Basis für die Analyse zukünftiger Chancen und Risiken der Kapitalanlagen. Nun hat der Münchner Asset Manager sein ESG-Reporting weiter ausgebaut und optimiert.

Mit dem nun neu ausgewiesenen CO2-Footprint bietet das Reporting eine umfangreiche und übersichtliche Darstellung sowie Beurteilung der Klimarisiken eines Portfolios. Investoren erhalten auf einen Blick eine Übersicht zu den CO2-Daten von Unternehmen mit den geringsten und größten Anteilen an Emissionen sowie deren CO2-Fußabdruck. Neu ausgewiesen ist bei Verletzungen der UN Global Compact-Kriterien die Höhe der prozentualen Gewichtung im Portfolio. Auch bei der Methodik gab es eine Optimierung: Ein adjustierter Gesamtscore belohnt Investitionen in ESG-Leader (= Vorreiter) und bewertet dagegen solche in ESG-Lagger (= Schlusslichter) negativ. Insgesamt überzeugt der erweiterte und transparente ESG-Report auch durch ein moderneres Layout und eine leichte Lesbarkeit.

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25.11.2019
FNG: Neuer Leitfaden für nachhaltige Kapitalanlagen

Das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG), der Branchenverband für die nachhaltige Kapitalanlage im deutschsprachigen Raum, hat eine Neuauflage seiner Einstiegshilfe zur nachhaltigen Kapitalanlage veröffentlicht. Die Broschüre informiert Investoren über Hintergründe und Möglichkeiten der Berücksichtigung von sozialen, ökologischen und ethischen Kriterien bei ihrer Kapitalanlage. Vorgestellt werden die verschiedenen Anlagestrategien und -kriterien, das nachhaltige Angebot in verschiedenen Anlageklassen und der aktuelle Stand der Diskussionen zu den Wirkungen von Nachhaltigkeitskriterien auf Rendite und Risiko der Kapitalanlagen. Eine Checkliste zeigt, wie Anleger in 7 Schritten eine individuelle Nachhaltigkeitsstrategie für ihre Kapitalanlage entwickeln können.

Mehr: http://forum-ng.org/images/stories//Publikationen/FNG_Nachhaltige_Kapitalanlagen_-_eine_Einstiegshilfe_Online.pdf

Oktober 2019

23. Oktober 2019
BayernInvest: Platz 1 für Kompetenz im Bereich Nachhaltigkeit

Die Ratingagentur TELOS hat institutionelle Anleger nach der Zufriedenheit mit ihren Asset Managern befragt. Die BayernInvest erhält Platz 1 für die „Kompetenz im Bereich Nachhaltigkeit“. Insgesamt wurden über 70 Management-Häuser bewertet, davon 12 in der Gruppe der "Mittelgroßen Asset Manager"; die BayernInvest zählt zur Peergroup „Mittlere Assetmanager“ (50 bis 120 Mrd. Euro). Die Erhebung basiert auf rund 300 Interviews mit institutionellen Anlegern, die nach ihrer Meinung zur Zufriedenheit mit ihren Asset Managern im Rahmen eines Scoring-Systems (0 bis 100 Punkte) befragt wurden.

17. Oktober 2019
BayernInvest nimmt teil am Impact Forum in Salzburg

Mit dem Thema „ESG-Regulierung – Auswirkungen des EU-Aktionsplans“ haben CSSP – Center for Social and Sustainable Products und die Universität Salzburg Mitte Oktober nach Salzburg zum 6. Impact Forum eingeladen. Spezialisten und Strategen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz diskutierten über nachhaltige Investments und informierten sich praxisnah. Auch die BayernInvest nahm an der Fachkonferenz teil. Markus Ratz, Senior Sales Manager, stellte als Panelist nachhaltige Anlagestrategien sowie das neue innovative und automatisierte ESG-Reporting der BayernInvest vor.

September 2019

18. September 2019
BayernInvest bringt Portfolien bis 2025 in Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens

Die BayernInvest kündigt auf dem 1. Ökonomics Investor Summit 2019 am 18. September in München an, spätestens bis zum Jahr 2025 alle in eigener Verantwortung gemanagten Portfolien in Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu bringen – in Abstimmung mit den jeweiligen Anlagestrategien ihrer Kunden. Darüber hinaus entwickelt der Asset Manager auf Kundenwunsch weitere individuelle nachhaltige Investmentlösungen. Sie ermöglichen institutionellen Anlegern ihre spezifischen Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und ihr angestrebtes Chancen-Risiko-Profil zu verbessern.

Zukünftig ist damit bei der BayernInvest die Analyse von ESG-Aspekten (Environmental, Social, Governance) integraler Bestandteil jedes Investmentprozesses im Portfoliomanagement. Der Fokus liegt dabei insbesondere auf Klima- und Governanceaspekten (gute Unternehmensführung). Ergänzend stellt die BayernInvest auch als Unternehmen selbst bis zum Jahr 2022 die Weichen auf Klimaneutralität.

 

August 2019

9. August 2019
Weltklimarat fordert Agrarwende

Rund 23 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen verursacht die weltweite Land- und Forstwirtschaft. Gleichzeitig beeinträchtigen die Folgen des Klimawandels bzw. der Erderwärmung wiederum die Landwirtschaft selbst. Im Klartext heißt das: Die Nahrungsmittelversorgung der Weltbevölkerung wird immmer unsicherer. Auf diesen Teufelskreis zwischen Klimawandel und Landnutzung hat nun der Weltklimarat (IPCC) in einem 1200 Seiten starken Sonderbericht hingewiesen und alle Verantwortlichen zum Handeln aufgerufen. 

Der Bericht mit dem offiziellen Titel "Klimawandel und Landsysteme: Ein IPCC-Sonderbericht über Klimawandel, Desertifikation, Landdegradierung, nachhaltiges Landmanagement, Ernährungssicherheit und Treibhausgasflüsse in terrestrischen Ökosystemen" wurde in Genf von Vertreterinnen und Vertretern der 195 Mitgliedstaaten verabschiedet.

05.08.2019
Forscher: Hitzerekorde im Juli Folge des Klimawandels

Nach Analysen des internationalen Forscherteams des World Weather Attribution Project (WWA) lassen sich die im Juli 2019 in Europa erreichten Hitzerekorde nur durch den Klimawandel erklären. Nach einer am 2. Augst veröffentlichten Analyse wäre die jüngste Hitzewelle an allen gemessenen Standorten in Europa ohne Klimawandel um 1,5 bis 3 Grad geringer ausgefallen. Das Risiko für Hitzewellen im Juli hat sich nach Aussagen der Forscher in Westeuropa mindestens verfünffacht.

Das WWA, an dem sich auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) beteiligt, beschäftigt sich mit dem Zusammenhang von Klima und Wetter. Der noch relativ neue Forschungsbereich berechnet, um wie viel wahrscheinlicher Extremwetterereignisse durch den Klimawandel werden und welchen Anteil der menschenverursachte Klimawandel an einem bestimmten Ereignis hat.

Juli 2019

29. Juli 2019
Erdüberlastungstag fällt auf den 29. Juli

Nach Berechnungen von Global Footprint Network wurden bereits am 29. Juli die Vorräte an Holz, Ackerland und Fischen sowie anderen natürlichen Ressourcen verbraucht, die eigentlich ein ganzes Jahr reichen müssten, um die Erde im natürlichen Gleichgewicht zu halten. 2017 hatten die Menschen ihre natürlichen Ressourcen für das Jahr noch drei Tage später verbraucht, 2016 waren es sieben Tage. Errechnet wird das Datum des „Earth Overshoot Day" seit dem Jahr 1970. Damals fiel der Tag auf den 29. Dezember.

16.07.2019
München bald so warm wie Mailand

Eine Studie der Schweizer Universität ETH hat den Temperaturanstieg in 500 Großstädten bis zum Jahr 2050 untersucht. Das Ergebnis: In 77 Prozent der Städte könnte in den kommen 30 Jahren ein sehr großer Temperaturanstieg zu verzeichnen sein. Nach Analysen der Forscher könnte die Durchschnittstemperatur in Berlin um 6,1, Grad steigen und damit auf dem Niveau des australischen Canberras liegen. In München würde der Wert um 4,6 Grad steigen; vergleichbar mit der heutigen Temperatur in Mailand.

11.07.2019
Klimawandel aus CEO-Sicht größte Bedrohung für Unternehmen

Der Klimawandel und andere Umweltrisiken stellen nach Einschätzung globaler CEO die größte Bedrohung für das Wachstum ihrer Unternehmen dar. Für 22% der rund 1.300 von KPMG befragten Vorstandsvorsitzenden bieten diese Entwicklungen Anlass zur Sorge. Auf Rang 2 landet mit 18% die Rückkehr zum Protektionismus, auf Rang 3 Unsicherheiten durch disruptive Technologien (18%).

05.07.2019
Weltweite Aufforstung kann Klimawandel stoppen

Durch die Neubepflanzung von rund 900 Millionen Hektar Wald könnten der Klimawandel effektiv bekämpft und das 1,5°-Ziel des Weltklimarates IPCC erreicht werden. Dies zeigt eine aktuelle Studie von Forschern der ETH Zürich. Derzeit sind weltweit rund 2,8 Milliarden Hektar mit Wald bedeckt, die vorgeschlagene Aufforstung wäre möglich, ohne dass Städte oder Agrarflächen beeinträchtigt würden. Die neuen Wälder, die etwa der Größe der USA entsprächen, könnten 205 Milliarden Tonnen CO2 speichern. Dies sind ungefähr zwei Drittel der rund 300 Milliarden Tonnen CO2, die seit Beginn der industriellen Revolution durch den Menschen verursacht wurden und in die Atmosphäre gelangt sind.

02.07.2019
Finnland will bereits bis 2035 klimaneutral werden

Bis 2015 und damit früher als alle anderen Industriestaaten will Finnland klimaneutral werden. Zu diesem Zeitpunkt sollen sich der Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen und ihre Aufnahme insbesondere durch Wälder die Waage halten. Nach 2035 strebt Finnland sogar einen negativen Saldo an: Es soll dann mehr CO2 aus der Atmosphäre gebunden werden als durch finnische Unternehmen und Privathaushalte emittiert wird. Mit der Zielmarke 2035 ist Finnland Vorreiter innerhalb der EU vor Island, das bis 2040 klimaneutral sein will und Schweden, das sich dieses Ziel für 2045 gesetzt hat. Deutschland hält bislang an der Zielmarke 2050 fest.

Juni 2019

18.06.2019
Weltwasserbericht: UNESCO beklagt mangelnden Zugang zu sauberem Trinkwasser

Weltweit leben mehr als zwei Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Dies berichtet die UNESCO in ihrem aktuellen Weltwasserbericht. Die Hälfte dieser Menschen lebt dem Bericht zufolge in Afrika. Lediglich 24 Prozent der Bevölkerung in den Ländern südlich der Sahara haben demnach Zugang zu Trinkwasser, das den hygienischen Standards entspricht. Gleichzeitig hat nur knapp die Hälfte der Weltbevölkerung einen Zugang zu sauberen und funktionierenden Sanitäranlagen. Bis 2030 sollen gemäß Ziel 6 der UN Sustainable Development Goals (SDGs) alle Menschen einen Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen Sanitäranlagen haben.

03.06.2019
Umsetzung der UN Sustainable Development Goals

Der Klimaschutz, Ziel 13 der UN Sustainable Development Goals (SDGs), hat unter den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen die höchste Dringlichkeit. Dies ist ein Ergebnis der Befragung von weltweit 454 Experten, die das Forschungsinstitut SustainAbility durchgeführt hat. Die größten Fortschritte gab es nach Einschätzung der Experten in den vergangenen Jahren bei Ziel 17, der Schaffung von Partnerschaften zur Erreichung der Ziele. Hintergrund ist hier die steigende Zahl von Branchen- und Unternehmenskooperationen zur Erreichung der SDGs. Als wichtigste Treiber der Entwicklung sehen die Experten die Nichtregierungsorganisationen, Social Entrepreneurs sowie die UN. Den nationalen Regierungen attestieren die Experten dagegen ein bislang unzureichendes Engagement.

Mai 2019

23.05.2019
Weniger Kohlestrom verbraucht

Die Stein- und Braunkohlekraftwerke in Deutschland haben nach Berechnungen des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft von Januar bis März 2019 rund 12 Milliarden Kilowattstunden (kWh) weniger Strom erzeugt als im Vorjahreszeitraum: Speisten sie im ersten Quartal 2018 noch rund 63 Mrd. kWh Strom ein, so waren es 2019 rund 51 Mrd. kWh. Dies entspricht einem Rückgang um rund 19 Prozent.

Gründe hierfür waren nach Angaben des BDEW zum einen das nahezu durchgängig hohe Windaufkommen zu Beginn des Jahres 2019. Dadurch konnten die Erneuerbaren Energien insgesamt 9,3 Mrd. kWh oder 16 Prozent mehr Strom als im Vorjahreszeitraum einspeisen. Zum anderen lag es an unterschiedlichen Witterungsbedingungen. Während das erste Quartal 2018 außergewöhnlich kalt war, brachten diese Monate im Jahr 2019 besonders milde Temperaturen. Dementsprechend wurde weniger Energie für Heizwärme eingesetzt.

13.05.2019
187 Staaten schließen globales Abkommen über Plastikmüll

Künftig darf nur noch sortierter, gereinigter und wiederverwertbarer Plastikmüll international gehandelt werden. Für den Export anderer Plastikabfälle wird künftig weltweit eine Zustimmung der Export- und Importländer erforderlich sein. Auf diese neuen Regelungen zum Umgang mit Plastikmüll einigten sich 187 Staaten bei einer UN-Konferenz in Genf. Das Rahmenabkommen ist rechtlich bindend und ergänzt nach Angaben des UN-Umweltprogramms UNEP das internationale Umweltabkommen von Basel über die Kontrolle der grenzüberschreitenden Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung aus dem Jahr 1989.

09.05.2019
Mehrheit der Bundesbürger misst dem Naturschutz überragende Bedeutung bei

98 Prozent der Bundesbürger sehen die Menschheit in der Verantwortung, die Natur und den Artenreichtum zu schützen. Jeweils 97 Prozent der rund 1.500 für das Eurobarometer befragten Bundesbürger äußerten die Überzeugung, dass die biologische Vielfalt (Biodiversität) wesentlich für den Schutz des Klimas sei und zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen beitrage. Die Deutschen nehmen das Thema Naturschutz damit noch etwas wichtiger als der Durchschnitt der EU-Bürger: Insgesamt sagten 96 Prozent der über 27.000 europaweit Befragten, dass die Menschheit die Natur schützen muss.

April 2019

Nachhaltige ESG-Anlagen im Einklang mit UN SDGs steigen

Nach einer weltweiten Umfrage von BNP Paribas Securities Services unter Asset Managern und institutionellen Investoren zeigt, dass die ESG-Integration in den Portfolien stark ansteigt. Mehr als 65% der Befragten gaben an, dass sie ihren Investitionsrahmen an den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) ausrichten. Daten und Technologiekosten sind allerdings nach wie vor Hindernisse für die ESG-Integration, doch die Anleger sind optimistisch: Über 90% erwarten, dass bis 2021 mehr als 25% ihrer Fonds auf ESG-Kriterien ausgerichtet sein werden.

Klimawandel zwingt Investoren zum Handeln

Nach einer aktuellen Studie von Mercer, international tätige Unternehmensberatung, wird die Erderwärmung infolge des Klimawandels erheblichen Einfluss auf die zu erwartenden Renditen von institutionellen Investoren haben. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Investing in a Time of Climate Change - the Sequel". Bei einer Erwämrung über 2 Grad Celsius sind bereits mittelfristig deutlich negative Effekte auf die Rendite zu erwarten. Durch eine Ausrichtung auf nachhaltige Anlagen können diese Auswirkungen jedoch gedämpft werden.

„Eine zentrale Schlussfolgerung unserer neuen Studie ist, dass Investoren aktiv auf ein 2°C-Szenario hinarbeiten müssen und dieses auch als Chance verstehen sollten. In fast allen Anlageklassen, Regionen und Zeiträumen zeigen unsere Analysen, dass die zu erwartenden Renditen im 2°C-Szenario deutlich besser ausfallen als bei einer Erwärmung von 3°C oder 4°C. Außerdem bietet der dafür notwendige Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft und Gesellschaft neue Anlagechancen“, so Helga Birgden, Global Business Leader, Responsible Investment, Mercer.